Membrankompressoren

Konstruktionsmerkmale
Mehrstufige Membrankompressoren
Hofer-Membrankompressoren sind generell mit allen erforderlichen Armaturen, wie Manometern, Ölüberströmventilen und Kompensationspumpe(n) für den Hydraulik-Kreislauf versehen und komplett verrohrt.
Sie werden normalerweise über Keilriemen und Elektromotor angetrieben. Sämtliche Teile sind auf einem Grundrahmen aus Stahlblech aufgebaut, so dass ein erhabener Betonsockel nicht erforderlich ist. Die neue Kompressorgeneration ist mit Triebwerken ausgestattet, die keine freien Massenkräfte mehr aufweist und folglich fundamentfrei aufgestellt werden kann.
Bei Bedarf werden die Kompressoren auch mit einem Ventil- und Instrumentenpaneel ausgerüstet, das entweder für eine manuelle oder vollautomatische Steuerung konzipiert wird.
Die Ausführung der Maschinen erfolgt nach den neuesten Erkenntnissen der Technik unter Berücksichtigung der harmonisierten europäischen Sicherheitsbestimmungen (CE-Kennzeichnung) DIN EN 1012 Teil 1, DIN EN 292 und DIN EN 60204 Teil 1.

Membranen
Die gasdicht eingespannten Metallmembranen (Leckrate normal ca. 10-4 mbar I/s, in Sonderausführung bis ca. 10-8 mbar I/s) haben je nach Betriebsbedingungen eine mittlere Lebensdauer von etwa 4000 Stunden, bei sauberen, d. h. nicht durch Fremdpartikel verunreinigten Gasen.

Kühlung
Durch die große Oberfläche des Membrankopfes wird bereits ein erheblicher Teil der Verdichtungswärme nach außen abgeführt. In Abhängigkeit von der Maschinengröße ist zusätzlich eine Kühlung des Hydrauliköles vorhanden.
Die gasseitige Kühlung erfolgt über Zwischen- und Nachkühler, wobei 1-stufige Maschinen erforderlichenfalls auch ohne Nachkühler ausgeführt sein können.

Sauerstoffbetrieb
Für die Verdichtung von Sauerstoff wird hydraulikseitig anstelle des normalen Mineralöles ein schwerentflammbares synthetisches Öl verwendet.

Materialien
Die gasberührten Teile werden in Abstimmung mit den Anforderungen überwiegend aus C-Stahl oder nichtrostendem Stahl hergestellt. Es sind jedoch auch Ausführungen in Sondermaterialien wie Silverin, Monel, Hastelloy usw. möglich.
Die Membranen sind grundsätzlich aus CrNi-Stahl Werkstoff-Nr. 1.4310, die Saug- und Druckventile aus funktionellen Gründen standardmäßig aus Chromstahl.
Die metallischen Dichtungsringe werden gemäß den Betriebsbedingungen in Kupfer, Messing oder nichtrostendem Stahl vorgesehen.

Membranbruchsignalisierung
Zur Anzeige des Membranbruches wird das Prinzip der Mehrfach-Membrane angewendet. Hierbei sind 3 Membranen zusammen eingespannt. Die mittlere Membrane ist geschlitzt und gestattet bei einem Membranbruch, ob flüssigkeits- oder gasseitig, einen Druckübergang zu einem Sammelraum. Bei auftretendem Druck im Sammelraum (entweder Gas oder Öl) spricht der im Flansch eingeschraubte Druckschalter an, so dass auf diesem Wege ein Signal gegeben werden kann bzw. ein Ausschalten des Antriebes erfolgt, bevor das Gas mit dem Hydrauliköl in Berührung kommt.

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